Im Rahmen der Diplomarbeit „Wet Deposition“ wurden an drei unterschiedlichen Standorten im Großraum Wien beziehungsweise im Großraum Frankfurt die Niederschlagsereignisse verfolgt und hinsichtlich der üblichen anorganischen Parameter, insbesondere versauernder und eutrophierender Komponenten, untersucht.
Die Messergebnisse wurden mit den Hintergrundmessstellen des „EMEP-Programms“, sowie mit den entsprechenden deutschen Messergebnissen verglichen.
Für die Probenahme wurden an Stelle der herkömmlichen „Wet-only“-Sammler PET-Flaschen mit aufgesetztem Trichter in selbst gebauten Gestellen fixiert. Die Flaschen wurden vor Ort verschlossen und in das Labor zur Analyse gebracht.
Die Anionen Chlorid, Nitrat und Sulfat wurden ionenchromatographisch, Ammonium photometrisch und die Kationen Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium mittels Atomabsorptionsspektroskopie quantifiziert. Außerdem wurden pH-Wert und Leitfähigkeit bestimmt.
Um die Reproduzierbarkeit und die Richtigkeit der Messergebnisse zu gewährleisten, wurden die verwendeten Analysenmethoden validiert, Referenzproben vermessen und Referenzverfahren angewendet
In Deutschland und Österreich wurden in den beiden Großstädten Darmstadt und Wien die höchsten Nitrat-und Sulfatdepositionen aller Messstellen verzeichnet. Ferner stiegen im städtischen Bereich in den Wintermonaten die Chlorid- und Natriumdepositionen - bedingt durch die Salzstreuung - beträchtlich an. Die Messstelle Ternitz zeichnete sich durch sehr geringe Stickstoff- und Schwefeleinträge aus.
Die Stickstoffeinträge durch nasse Deposition im Großraum Wien überschritten den Critical Load-Wert von 750 mg/(m²*a) N, der als Grenzwert für den Eintrag von eutrophierenden Komponenten in empfindliche Ökosysteme vom Umweltbundesamt vorgeschlagen wird, nicht.